Arbeitsgruppen

AG Gesundheit. Umwelt. Nachhaltigkeit.

Die AG Gesundheit. Umwelt. Nachhaltigkeit. (G.U.N.) beschäftigt sich mit den komplexen Wechselwirkungen zwischen menschlicher Gesundheit und Prozessen globalen Wandels, unter anderem in den Bereichen Biodiversität, Landnutzung und Klima.

Schwerpunkt der AG-Arbeit ist aktuell das Themengebiet Ernährung, in dem dieses Wechselspiel von besonderer Bedeutung ist: Ernährung ist der quantitativ bedeutendste modifizierbare Einflussfaktor auf die menschliche Gesundheit. Gleichzeitig sind Nahrungsmittelproduktion und Landwirtschaft die treibenden Kräfte hinter dem globalen Biodiversitätsverlust, der Entwaldung und Landdegradierung und Quelle eines Viertels der globalen Treibhausgasemissionen.

In den vergangenen Jahren haben verschiedene Initiativen dieses Wechselspiel in den Blick genommen, zuletzt die Lancet-EAT-Kommission zu Ernährung im Anthropozän. In der AG G.U.N. beschäftigen wir uns unter anderen mit der Frage, welche Handlungsmöglichkeiten und -bedarfe sich hieraus für Deutschland ergeben.

Lösungen für das komplexe Problem, wie sich die wachsende Erdbevölkerung innerhalb der von Rockström et al. 2009 definierten Planetary Boundaries gesund ernähren kann, können nur von Fachleuten und PraktikerInnen aus allen betroffenen Fachgebieten gemeinsam gefunden werden. Deshalb möchten wir den Austausch mit Nachwuchskräften aus diesen Bereichen suchen, die (wissenschaftliche) Zusammenarbeit vertiefen und für effiziente, sektorenübergreifende politische Maßnahmen plädieren.

Weitere Informationen für Interessierte:

Was Gesundheit im Anthropozän über das rein physische Wohlbefinden hinaus ist und beeinflusst, soll in regelmäßigen Treffen eines virtuellen Journal Clubs diskutiert werden.  Die AG ist offen für alle, die sich für nachhaltige Entwicklung im Bereich Gesundheit interessieren, auch Ideen für andere Initiativen und Aktionen sind herzlich willkommen. Über diesen Link könnt ihr euch in den Emailverteiler der AG eintragen. Bei Fragen zur AG könnt ihr euch an die SprecherInnen der AG (nachhaltigkeit@noeg.org) wenden.


Karrierewege

Eine Stärkung der Öffentlichen Gesundheit (Public Health) erfordert gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte verschiedener Disziplinen. Doch die Ausbildungs- und Karrierewege im Public Health Bereich sind in Deutschland bislang wenig strukturiert, wenig transparent und/oder mit vielen Hürden verbunden. So gibt es zum Beispiel für AbsolventInnen interdisziplinärer Public-Health-Studiengänge noch keine etablierten Modelle für eine unmittelbare Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst, der eine wichtige Säule Öffentlicher Gesundheit in Deutschland bildet. An den meisten medizinischen Fakultäten mangelt es an Ausbildungsabschnitten, die gezielt über eine Tätigkeit im Bereich der Öffentlichen Gesundheit informieren oder darauf vorbereiten. Die fachärztliche Weiterbildung für Öffentliches Gesundheitswesen setzt sich aus diversen klinischen und nicht-klinischen Abschnitten zusammen, die von Interessierten in der Regel in Eigenregie geplant und organisiert werden müssen. Darüber hinaus unterscheiden sich die benötigten Weiterbildungsabschnitte von Bundesland zu Bundesland zum Teil erheblich (Details s. Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern).

In der AG Karrierewege des NÖG sind mehrere Projekte angesiedelt, die darauf abzielen aktuelle Herausforderungen zu beschreiben und öffentlich zu kommunizieren, die bestehenden Problematiken zu verbessern und Reformoptionen zu skizzieren.

Möglichkeiten zur Mitwirkung an diesen Projekten sowie Ergebnisse der AG Arbeit werden über den NÖG Verteiler veröffentlicht. Für Fragen bezüglich der AG-Arbeit oder Projektvorschläge stehen die Ansprechpartnerinnen unter karrierewege@noeg.org zur Verfügung. Darüber hinaus können wir Kontakte zu NÖG Mitgliedern in verschiedensten Positionen im Bereich öffentlicher Gesundheit vermitteln.

Ansprechpartnerinnen: Kerstin Sell und Franziska Hommes


Kartierung von Public Health Strukturen in Deutschland

Die Arbeitsgruppe ‚Public Health-Strukturen in Deutschland‘ verfolgt das Ziel, eine Übersicht über deutsche Institutionen für den Bereich Public Health zu erstellen. Dabei werden von Regierungsinstitutionen über privatwirtschaftliche Akteure bis hin zu Wissenschaft und Thinktanks verschiedenste Einrichtungen in die Übersicht aufgenommen, um ein möglichst vollständiges Bild zu zeichnen. Die Übersicht soll dazu dienen, Ansprechpartner für verschiedenste Fragestellungen zu erfassen, beispielweise für die berufliche Orientierung, für Lobbyarbeit oder für fachliche Fragestellungen.

Ansprechpartner: n.n.


Neue Arbeitsgruppen

Zusätzliche Arbeitsgruppen können nach Rücksprache mit dem Koordinierungskreis jederzeit eingerichtet werden.